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Kabelöle

Hochviskose Mineralöle zum Tränken der Papierisolation von Hochspannungskabeln; teilweise gemischt mit Wachsen, Bitumen, Harzen und Pechen (Ausgussmassen).

Kalkseifenschmierfette

Calciumhaltige und daher stark wasserabweisende Schmierfette eignen sich als Kurbelfett, Rollenfett, Hydraulikschmierfett, Achslagerfett von –20°C bis 70°C.

Kälteverhalten

Von Mineralölprodukten – siehe Cloudpoint, Fliessverhalten, Flockpunkt, Pourpoint und Trübungspunkt.

Kaltschlamm

Bildet sich im Kurbelgehäuse von Motoren durch Verbrennungsprodukte und Kondenswasser, die mit geringer Belastung und niedrigen Betriebstemperaturen laufen.
Kaltschlamm kann zu vorzeitigem Motorverschleiss und Motorschaden führen.

Katalysatoren

a.) Stoffe, die nur durch ihre Anwesenheit eine chemische Reaktion (beschleunigend, verzö-gernd, richtungsweisend) an anderen Stoffen bewirken, ohne sich selbst zu verändern. In der Mineralölindustrie sind meist feste Katalysatoren im Gebrauch z.B. Kobalt, Molybdän, Platin, Nickel usw.

b.) Katalysatoren für Verbrennungsmotoren. Wandeln in Verbindung mit einer Lamda-Sonde und einem Steuergerät schädliche Emissionen des Abgases (Kohlenwasserstoffe CH, Stickoxide NO und Kohlenmonoxid CO) in unschädliche Emissionen (Wasserdampf H2O, Kohlendioxid CO2 und Stickstoff N).

Kavitation

Hohlraumbildung kann auftreten, wenn durch Strömung oder Schwingungen der Unterdruck in einem Aggregat unter den Dampfdruck der verwendeten Flüssigkeit absinkt. Beim Nachlassen des Unterdruckes kommt es zur schlagartigen Verflüssigung (Implodieren) der sich gebildeten mikroskopischen Bläschen: Zerstörung von Metallen, Lagern, Zahnrädern usw. ist die Folge.

Kernfraktionen

Sind Fraktionen mit engbegrenzten Siedebereichen der Vakuumdestillation für Schmieröle, an die bestimmte Grundöl-Qualitätsanforderungen gestellt werden.

Kernöl

Ist ein bestimmtes Formenöl zur Herstellung der Kerne in einer Giesserei.

Kerosin

Englische Bezeichnung für Petroleum und Flugkraftstoffe (Düsenkraftstoffe). Eingeteilt in verschiedene Qualitätsklassen (JP 1 bis JP 8).

Klopf-Festigkeit

Sie gibt das Verhalten (Widerstand) eines Ottokraftstoffes gegen Selbstentzündung bei der Verbrennung im Motor an: DIN 51 756 T 1 bis T 6, ROZ (Research-Oktanzahl), MOZ (Motor-Oktanzahl), FOZ (Front-Oktanzahl) und SOZ (Strassen-Oktanzahl)

Kolloid

Leimförmig, kleinste Teilchen, die sehr fein in einem anderen Stoff verteilt sind (Seifenlösungen, Ölemulsionen, Suspensionen) usw.

Konservierungsmittel

Imidazoline, Amidoacetate usw. In wassergemischten Kühlschmierstoffen (z.B. Öl-in-Wasser-Emulsionen) können sich während des Gebrauches gute Nährböden für Pilze, Hefen und Bak-terien entwickeln, die verschiedene Probleme zur Folge haben (Korrosion, Geruch usw.). Kon-servierungsmittel sollen eine Verbreitung entsprechender Keime verhindern. Ständige Kontrollen der Keimzahlen sind wichtig.

Konsistenz

Mass für die Verformbarkeit von Schmierfetten; Konsistenz-Einteilung von Schmierfetten (NLGI-Klassen) nach: DIN 51 818. Bestimmung der Konuspenetration: DIN ISO 2137; DIN 51 804 T 2 (siehe Penetration).

Korrosionsinhibitoren

Hochalkalische Metallsulfonate und -phenate. Sie unterbinden die Entstehung von Rost auf den Metalloberflächen durch Bildung von Oberflächenfilmen (Absorbtion von polaren oberflächen-aktiven Stoffen, die chemisch und physikalisch wirken, und damit den Wasser- und Sauer-stoffzutritt zur Metalloberfläche verhindern) und/oder durch Neutralisierung der Säuren.

Korrosionsschutzfette- und -öle

Öle und Fette zum Schutz von korrosionsempfindlichen Metalloberflächen gegen den Angriff von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff.

Kraftstoffe

Alle gasförmigen und flüssigen brennbaren Stoffe, die sich zum Betrieb von Verbrennungskraft-maschinen eignen: Raffgas, Kokereigas, Klärgas, Erdgas, Speichergas, Treibgase, Generator-gas, Ottokraftstoffe, Traktorenkraftstoff, Dieselkraftstoff und Flugkraftstoffe usw.

Kühlöle

Öle zur Wärmeabfuhr bei den verschiedensten Anlagen, z.B. Gleichrichtern usw.

Kühlschmierstoffe

Schmierstoffe zum Kühlen und Schmieren beim Trennen und teilweise Umformen von Werk-stoffen; Schneidöle, Metallbearbeitungsflüssigkeiten, wassermischbare und wassergemischte Kühlschmierstoffe, Öl-in-Wasser- und Wasser-in-Öl-Emulsionen usw. Begriffe: DIN 51 385; Prüfung der Korrosionsschutzeigenschaften: DIN 51 360 T ?; Beständigkeit der Emulgierbarkeit: DIN 51 367; Bestimmung des mit Säure abscheidbaren Anteils: DIN 51 368, pH-Wert: DIN 51 369.