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Marine-Dieselmotorenöle

Je nach Motortyp, Drehzahl, Betrieb und Kraftstoff verwendet man auf Hochseeschiffen verschiedene Marine-Dieselmotorenöle:

a) Für stationäre Dieselmotoren und schnelllaufende Tauchkolben-Dieselmotoren und den Betrieb mit Dieselkraftstoff können Motorenöle nach API CD verwendet werden.

b) Für mittelschnelllaufende Tauchkolben-Dieselmotoren, die Rückstandsschweröle als Kraftstoff einsetzen, sollten Marine-Dieselmotorenöle mit sehr guten Detergent-Dispersant-Eigenschaften, guter thermischer und oxidativer Beständigkeit verwendet werden.

c) Für Kreuzkopf-Dieselmotoren, die ebenfalls Rückstandsschweröle als Kraftstoffe einsetzen, sollten für die Zylinderschmierung nur hochalkalische Marine-Diesel-Motorenöle mit einem sehr guten Dispergier- und Neutralisationsvermögen eingesetzt werden.

Mehrbereichs-Motoren- und Getriebeöle

Sind Schmieröle, die durch ihr sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für den ganzjährigen Einsatz in Kraftfahrzeugen gedacht sind: sie überdecken mehrere SAE-Klassen, für Mehrbereichs-Motorenöle:
5W-30, 10W-30, 5W-40, 15W-50 usw.,
VI ca. 130 bis 170. Für Mehrbereichs-Getriebeöle: 75W-90, 80W-90, 85W-140 usw.,
VI ca. 115 bis 170.

Mehrzwecköle

Sind Industrieschmierstoffe, die durch spezielle Additives die Anforderungen verschiedener Werkzeugmaschinen-Aggregate erfüllen. Sie können somit als Getriebeöle, Gleitbahnöle, Schneidöle usw. eingesetzt werden.

Metallbearbeitungsöle

Sammelbegriff für Schneidöle, Walzöle, Ziehöle und Bohröle, wassermischbar und nichtwassermischbar, genormte Bezeichnung ist Kühlschmierstoffe. Deren Hauptaufgaben sind je nach Anwendung: Schmierung, Kühlung, Spantransport, Korrosionsschutz usw. (siehe Kühlschmierstoffe).

Metall-Desaktivatoren/Passivatoren

Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Metallphenate; organische Stickstoff- und Schwefel-Verbindungen, Amine, Benzotriazole, Derivate, gewisse Seifen usw. Die Wirkung beruht auf Bildung von Oberflächenfilmen, so dass Metalloberflächen nicht katalytisch die Öloxidation fördern können.

Metallseifen

Metalle und deren Verbindungen reagieren mit Fettsäuren und bilden Metallseifen; diese werden eingesetzt als EP-Zusätze in Schmierölen und als Dickungsmittel in Schmierfetten.

Methan – CH4

1. Molekül der paraffinischen (Alkane) Kohlenwasserstoffreihe; Hauptbestandteil vom Erdgas; auch enthalten im Raffineriegas, Kokereigas usw.

MIL-Spezifikationen

Spezifikationen der US-Streitkräfte mit Mindestanforderungen für zu liefernde Betriebsstoffe; Motoren- und Maschinenhersteller stellen z.T. gleiche Mindestanforderungen
d.h. gem. MIL-Spezifikationen; die Erfüllung der Mindestanforderungen gilt als Qualitätsmaßstab.

Mineralöle

Bzw. Mineralöl-Produkte sind die aus dem mineralischen Rohstoff Erdöl gewonnenen flüssigen Destillations- und Raffinations-Produkte, die hauptsächlich aus Gemischen von gesättigten und evtl. geringen Mengen ungesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen.

Mischreibung

Ist ein Reibungszustand bei dem Grenzreibung und Flüssigkeitsreibung nebeneinander/
nacheinander vorkommen. Die Oberflächenrauheiten (Rauhigkeitsspitzen) sind teilweise getrennt, teilweise kommt aber auch Berührung vor, so dass Verschleiss entsteht.

Molybdändisulfid (MoS2)

Ist ein Festschmierstoff mit Schichtgitter-Struktur. Bei richtiger Einarbeitung in die Metall-oberfläche kann dieser feste Körper mit lamellarer Struktur den Reibbeiwert der Oberfläche eine zeitlang herabsetzen, der Einsatz erfolgt oft als Aufmischung in Schmierölen, Schmierfetten, Pasten usw.

Motorenöl

Dient zur Schmierung der Lager, des Triebwerkes, der Zylinder und des Ventiltriebs in Verbrennungskraftmaschinen. Motorenöle sind in verschiedene Viskositäten eingestuft (SAE-Klassifikationen); es gibt unlegierte und legierte Motorenöle, die je nach ihrem Legierungsgrad verschiedene Spezifikationen (z.B. MIL, ACEA) und Klassifikationen (z.B. API) erfüllen.