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SAE

Society of Automotive Engineers. Internationale Gesellschaft mit über 83’000 Ingenieuren aus 97 Ländern, welche den Know-how-Austausch in den Bereichen Automobile, Aviatik, Motoren, Nutzfahrzeuge, Produktion, Treib- und Werkstoffe pflegen.
Mehr unter www.sae.org/about/

SAE-Klassen

Einteilung der Viskositätsklassen für KFZ-Schmierstoffe, siehe untenstehende Tabellen.

Schalungsöle

Emulgierbares oder nichtemulgierbares Öl für Betonschalungen. Anforderungen je nach Verschalungsmaterial, Betonporösität, Betonart usw. sehr unterschiedlich.

Schaumneigung von Mineralölen

Die Menge (ml) an Ölschaum, die unter festgelegten Bedingungen (Durchblasen von Luft) gebildet wird, zeigt die Schaumneigung eines Öles an. Bestimmung des Luftabscheidevermögens: DIN 51 381. Bestimmung des Schaumverhaltens: DIN E 51 566.

Schaumunterdrücker

Polysilikone (Silikonpolymerisate), Polyäthylenglykoläther usw. verringern die Schaumneigung bei starker Bewegung, bessere Schaumaustreibung, Förderung der Bildung grösserer, schnell zerfallender Luftblasen. Die Schaumbildung beeinträchtigt die Schmierstoffeigenschaften (Oxidation, Druckverhalten usw.) eines Schmierstoffes erheblich. Deshalb muss die Schaum-bildung gezielt unterdrückt werden.

Scherstabilität

Zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens werden Schmierölen, Hydraulikölen usw. Viskositätsindex-Verbesserer (öllösliche Polymere) zugegeben. Diese Polymermoleküle, die eine lineare-, gitter- oder netzartige Struktur aufweisen können, sind z.T. im Hochtempe-raturbereich riesige Molekülgebilde (Macro-Moleküle), die dann beim Einwirken von Scher-kräften, wie sie in Getrieben oder Hydraulikanlagen vorkommen, ihre Molekülstruktur ändern bzw. auseinanderbrechen. Hierdurch tritt ein mehr oder weniger grosser Viskositätsverlust auf. Prüfung der Scherstabilität: DIN 51 382; CEC L-14-A-88; L-25-A-78; L-37-T-85; L-45-T-92.

Schlammbildung

Alterung von Mineralölen. Durch den Einfluss von Luft und Wasser kann es bei Mineralöl-produkten zur Bildung von Oxidationsstoffen und zur Polymerisation kommen; bei starkem Anfall werden diese Oxidationsprodukte nicht mehr im Öl dispergiert, fallen aus und bilden Schlamm.

Schleiföl

Kühlschmierstoff zum Schleifen von Metalloberflächen; meist emulgierbar und auf die speziellen Belange des Schleifvorganges eingestellt.

Schmierfähigkeit

Kennzeichnet die Tragfähigkeit des Schmierfilmes eines Schmierstoffes. Sie muss stets auf konkrete Bedingungen bezogen werden, wie Reibungsart, Reibungszustand, Werkstoffpaarung der reibenden Körper, Schmierung der Berührungsflächen, Geschwindigkeit und Temperatur.

Schmierfette

Sind konsistente Gemische aus Dickungsmitteln und Ölen. Man unterscheidet:
a) Metallseifen-Schmierfette (Kalk, Al-, Ba-, Li-, Na- und Komplexseifen-Schmierfette usw.), die sich aus Fettsäuren und Laugen aus Metallseifen (Dickungs- und Quellmittel) und Schmierölen zusammensetzen. Metallseifen, Schmieröle und Herstellungsprozess bestimmen die Struktur, Konsistenz, Gebrauchseigenschaft und Einsatzart.
b) Seifenfreie Schmierfette mit anorganischen Gelbildnern (Kieselgel, Silikagel, Bentonit usw.) oder organischen Dickungsmitteln (Polyethylen, Polypropylen, Polyharnstoffen usw.) und Schmierölen.
c) Synthetische Schmierfette, die sich aus organischen oder anorganischen Dickungsmitteln und Syntheseölen (Ester-, Silikon-, Polyglykol-, Polyphenyletherölen usw.) zusammensetzen.

Schmierölverdickung

Tritt vorwiegend im Dieselmotor ein: Verbrennungsrückstände wie Russ, Koks usw. können, entstanden bei unvollständiger Verbrennung, durch fehlerhafte Einspritzpumpen, Einspritzdüsen, Ventile usw., mit den blow-by-Gasen in das Motorenöl gelangen und eine Ölverdickung bewirken.

Schmierölverdünnung

Tritt im Otto-Motor ein, wenn bei kaltem Motor der Kraftstoff am Zylinder kondensiert und dann durch das Pumpen der Kolbenringe ins Schmieröl gelangt. Die gleiche Erscheinung kann bei Kraftstoffen mit hohem Siedeende auftreten. Die Schmierölverdünnung im Motorenöl durch Benzin setzt die Viskosität herab und gefährdet somit die Schmierung. Prüfung nach DIN: 51 565.

Schmierplan

Genaue Schmieranweisung mit Wartungsanweisungen, Schmierstellenbezeichnung, Schmierstoffsorte, -menge, Intervalle usw. für die einzelnen Maschinentypen und deren Aggregate.

Schmierstoffe

Haben die Aufgabe, bei gleitendem oder rollendem Kontakt zweier sich aufeinander bewegender Punkte, Linien oder Flächen Reibung und Verschleiss zu vermindern. Man unterscheidet flüssige, plastisch-feste, feste und gasförmige Schmiermittel.

Schneidöle

Nicht wassermischbarer Kühlschmierstoff (Metallbearbeitungsöle) für zerspanende Metallbearbeitung. Er hat die Aufgabe zu schmieren, Wärme abzuführen und den Spantransport zu übernehmen. Je nach Einsatz erfolgt die Additivierung mit S-, Cl-, Pb-,
Sn-, P- usw. Seit längerer Zeit werden jedoch grösstenteils chlor- und schwermetallfreie Schneidöle eingesetzt.

Seilfette

Schmierfett zur Konservierung und zum Geschmeidigmachen von Seilen aus pflanzlichen Faserstoffen aller Art. Seilfette sind immer öfters biologisch rasch abbaubar.

Selbstentzündungspunkt

Ist die Temperatur, bei der sich ein entzündbarer Stoff ohne Fremdzündung in Abhängigkeit von Bedingungen (Temperatur, Druck usw.) und dem Sauerstoffgehalt der umgebenden Luft entzündet.

Selektiv Solvent Raffination

Raffination mit Lösungsmitteln (Duo-Sol-, Edeleanu-, Furfurol- usw. Verfahren), unerwünschte Kohlenwasserstoff-Verbindungen werden aus den einzelnen Kohlenwasserstoffarten herausgelöst und abgetrennt.

Silicone

Silicium-Oxidverbindungen, die viskos bis fest vorkommen. Die verschiedenen viskosen Silicone sind meist farblose Öle mit sehr gutem Viskositäts-Temperatur-Verhalten. Sie werden als Additive, Syntheseöle, Hydrauliköle, Isoliermittel usw. in der Mineralölindustrie verwendet. Feste Silicone sind sehr temperaturbeständig.

Solvat

Solvent-Neutral-Öle, Solvent-Raffinate; mit Lösungsmitteln raffinierte Mineralöle.

Spektroskopie

Strahlungsenergien verschiedener Wellenlängen, z.B. Infrarotstrahlen, rufen bei Kohlenwasserstoffmolekülen eine reflektierte Strahlung hervor, die je nach Molekül verschieden ist und so den Molekülaufbau bzw. Additive oder Metallabrieb erkennen lässt.

Spezifikation

Vorschriften für Schmier- und Kraftstoffe, in denen physikalische und chemische Eigenschaften sowie Prüfmethoden festgelegt sind.

Spindelöle

Dünnflüssiges Schmieröl zur Schmierung der Spindeln in Textilmaschinen, Viskosität etwa 10 bis 80 mm2/s bei 20°C. Und auch Schmierstoffe zur Schmierung und Kühlung von elektrisch angetriebenen Spindeln in Werkzeugmaschinen usw.

Stabilisatoren

Wirkstoffe, Inhibitoren, welche das Medium vor Alterung schützen.

Stanzöle

Metallbearbeitungsöl zur Schonung der Werkzeuge und des Werkstückes bei Stanzen von Metall oder zum Geschmeidigmachen von zu formenden Massen wie z.B. Porzellan usw.

Staufferfette

Schmierfett zur Schmierung gering belasteter Gleitlager oder Gleitflächen bei Temperaturen bis zu 60°C.

Stick-Slip-Zusätze

Additive (reibwertverändernde Wirkstoffe), die Getriebeölen und anderen Schmierstoffen zugegeben werden, um das Ruckgleiten (Stick-Slip) – z.B. bei Gleitbahnen an Werkzeug-maschinen – bei sehr kleinen Gleitgeschwindigkeiten zu verhindern.

Stockpunkt

Ist die Temperatur, bei der ein abkühlendes Öl unter vorgeschriebenen Bedingungen gerade aufhört zu fliessen. Der Stockpunkt lässt nur bedingt einen Schluss auf das Kälteverhalten eines Öles in einer bestimmten Maschine zu.

Stockpunkt-Verbesserer

Polymethacrylate, Alkyl-Phenole, Napthalin mit gechlorten Paraffinen, Propylen-Copolymere usw. Die Wirkung beruht auf Verhinderung der Zusammenballung bzw. des Wachsens der Paraffinkristalle und ermöglicht daher besseres Fliessen. Das Stocken des Öles erfolgt erst bei tieferen Temperaturen – siehe auch Pourpoint-Verbesserer.

Stokes

Masseinheit für die kinematische Viskosität
1 St (Stokes) = 1 cm2/s = 100 cSt = 100 mm2/s

Super Traktor Oil Universal - STOU

Motor-Getriebe-Hydraulik-Öl für die universelle Verwendung in möglichst vielen Motoren, Maschinen, Geräten und Aggregaten, insbesondere mit nassen Bremsen und Kupplungen in der Landwirtschaft und Bauindustrie. Zur Sortenbereinigung und um Vermischungen unter-schiedlicher Schmierstoffe beim Zusammenschalten verschiedener Geräte zu verhindern.

Synthetische Schmierstoffe

Diese Schmierstoffe sind für besondere technische Anwendungsgebiete und spezielle Anforderungen entwickelt worden. Sie werden heute gezielt für Hochleistungsmotoren und
-aggregate vorgeschrieben und auch für Sonderzwecke verwendet, wie z.B. bei Anforderungen wie Feuerresistenz, Hochtemperaturstabilität, Tieftemperaturverhalten, Resistenz gegen radioaktive Strahlung, Verdampfungsverlust, Oxidationsbeständigkeit (Lebensdauerfüllungen), Hochdruckstabilität, Viskositäts-Temperatur-Verhalten usw.
Die Additive-Ansprechbarkeit der verschiedenen Synthese-Schmierstoffe ist sehr unterschiedlich und führte zur Entwicklung neuer Additive-Kombinationen, die teilweise nur für bestimmte synthetische Schmierstoffe verwendet werden können. Verwendung finden folgende Synthese-Schmieröle: Polyalkylenglykole, synthetische Kohlenwasserstoffe
(z.B. Polyalphaolefine, Dialkylbenzole, Polyisobutylene), Dicarbonsäure- und Polyol-Ester, Phosphorsäure-Ester, Silikone, Polyphenylether, Fluorkohlenwasserstoffe, usw.