» Startseite » Informationen » Tribologie » V

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z ]

 
 

Vakuumdestillation

Diese Destillationsart wird bei der Herstellung von Schmierölen angewandt; da bei der Normaldruckdestillation (atmosphärische Destillation) grössere Kohlenwasserstoffmoleküle brechen (cracken) würden – siehe Destillation.

Vaseline

Natürliche oder künstliche geruchs- und geschmacksfreie Gemische aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen des Erdöles. Natur-Vaseline wird aus Petrolatum durch Raffination gewonnen.

Verdampfungsverlust (NOACK)

Bei höheren Temperaturen (bis zu 350°C) auftretender Verdampfungsverlust eines Schmier-öles; er spielt insbesondere eine Rolle bei Motoren- und Zylinderschmierung. Bei den auftretenden hohen Temperaturen kann ein hoher Verdampfungsverlust gleichbedeutend mit einem gesteigerten Ölverbrauch sein und zu einer Veränderung der Eigenschaften des Öles führen: DIN 51 581 (Noack-Test).

Verdichter-Schmieröle

V-Schmieröle, auch Kompressoren-Öle genannt, die in Luftverdichtern mit ölgeschmierten Druckräumen ohne Einspritzkühlung verwendet werden. Diese Schmieröle können auch in Luftvakuumpumpen eingesetzt werden, die gegen einen höheren atmosphärischen Druck fördern. Die Schmieröle werden je nach Verwendungszweck und Verdichtungs-Endtemperaturen in verschiedene Klassen eingeteilt: DIN 51 506.

Verharzung

Alterung von Mineralölprodukten durch Bildung von hochpolymeren Kondensationsprodukten.

Verschleiss

Abnutzung, Abrieb usw.

Verschleissschutz Additives

Wirkstoffe, die im Mischreibungsgebiet den Verschleiss herabsetzen sollen; man unterscheidet:
a) mildwirkende Zusätze wie Fettsäuren, Fettöle (hochpolare, grenzflächenaktive Stoffe), Metall-Dithiophosphate usw.
b) Hochdruckzusätze aus Blei-, Schwefel-, Chlor-, Phosphorverbindungen usw.
c) Festschmierstoffe wie Graphit, Molybdändisulfid usw. – siehe EP-Zusätze.

Vierkugelapparat

Ölprüfgerät zur Prüfung von Schmierstoffen mit Wirkstoffen (EP-Schmierstoffe); bei vier pyramidenförmig angebrachten Kugeln dreht sich die obere; die Belastung kann bis zum Verschweissen der Kugeln gesteigert werden (Schweisslast); die Belastung in N dient als VKA-Wert; als Verschleisskennwert. DIN 51 350 T 1 / T 2 / T 3

Viskogramm

Messblatt zur Ermittlung der resultierenden Viskosität bei Mischungen.

Viskosimeter

Geräte zur Bestimmung der Viskositäten von Flüssigkeiten; man unterscheidet: Kapillar-, Rotations-, Kugelfall-, Ausfluss-Viskosimeter.

Viskosität

(Zähigkeit) ist die Eigenschaft einer Flüssigkeit, der gegenseitigen laminaren Verschiebung (Verformung) zweier benachbarter Schichten einen Widerstand (innere Reibung, Schubspan-nung) entgegenzusetzen:DIN 1342, DIN 51 550, DIN ISO 3104.

Viskositätsindex (VI)

Er ist eine rechnerisch ermittelte Zahl einer konventionellen Skala, welche die Viskositäts-änderung eines Mineralöl- bzw. Syntheseöl-Erzeugnisses mit der Temperatur charakterisiert. Ein hoher Viskositätsindex kennzeichnet eine geringere Änderung der Viskosität mit der Temperatur als ein niedriger Viskositätsindex. Berechnung des VI aus der kinematischen Viskosität: DIN ISO 2909, ASTM D 2270.

Viskositätsindex-Verbesserer

Wirkstoffe (Viscosity Improver, Polymere), die im Mineralöl gelöst das Viskositäts-Temperatur-Verhalten verbessern; d.h. sie vermindern die Temperaturabhängigkeit der Viskosität; bei tiefen Temperaturen verbessern sie das Fliessverhalten, und bei hohen Temperaturen bewirken sie eine höhere Viskosität als ohne VI-Verbesserer. VI-Verbesserer sind ein wichtiger Bestandteil in Mehrbereichs-Schmierölen. Die wichtigsten Viskositätsindex-Verbesserer-Gruppen sind: Polymethacrylate (PMA), Olefincopolymere (OCP), Polyisobuthylene (PIB) und Styrol-Butadien-Copolymere (SCB) oder Styrol-Isopren-Copolymere (SIC).

Viskositätsklassen

Siehe SAE-Klassen bzw. ISO-Viskositäts-Klassifikation.

Viskositäts-Temperatur-Verhalten (VT)

einer Flüssigkeit ist die Abhängigkeit der Änderung ihrer Viskosität mit Änderung der Temperatur – siehe Viskositätsindex.

Vollschmierung

z.B. elastohydrodynamische Schmierung bei Zahnradpaarungen oder hydrodynamische Schmierung bei Gleitlagern, bei denen aufeinandergleitende Flächen durch das Schmiermittel völlig getrennt sind.